Medizinische Hospitationen und Workshops

Der Erfahrungsaustausch zwischen Ärzten, Krankenschwestern, Therapeuten und Krankenhaus-Fachpersonal in Mogilew und bei uns im Westen ist ein Hauptanliegen des Vereins. So können Informationen über moderne Diagnose-, Operations- und Heilmethoden  ausgetauscht werden und die medizinische Versorgung der Menschen in Weißrussland verbessert werden.

 

Wege, dieses Ziel zu erreichen sind:

  • die Organisation und Durchführung von medizinischen Workshops in Mogilewer Krankenhäusern
  • die Organisation und Durchführung von Hospitationen weißrussischer Ärzte und Krankenschwestern an Kölner Kliniken zur Weiterbildung in neuen Operationsmethoden

In 2014 haben vier Ärzte dieses Angebot genutzt:

Dr. Viktor Klotschkow, Chefarzt des Krankenhauses Nr. 1 in Mogilew hospitierte im April im Evangelischen Krankenhaus Köln Weyertal.

Dr. Olga Spitsareva informierte sich über die Diagnostik mit Hilfe der Echokardiographie im Herzzentrum der Universität Köln.

Anästesistin Dr. Tatjana Nedwedskaja und Neurochirurg Dr. Shenia Anantschenko waren Gast in der Neurochirurgie der Universitätsklinik Köln, während Dr. Alexej Bobkow sich zur gleichen Zeit in der Radiologie über den Entwicklungsstand in der Computer-Röntgentomographie informierte.


Qualifikation und Qualität im Pflegebereich
Bei der Arbeit mit palliativen Kindern sind diese beiden Begriffe aus der Überschrift sehr eng miteinander verbunden. In den Fokus der Arbeit einzubeziehen sind nicht nur betroffene Kinder, sondern auch deren Eltern, Geschwister und das gesamte Familienumfeld.
Das ist eine Herausforderung, die nur durch die entsprechende Qualifikation und Qualität gemeistert werden kann.
Durch die gemeinsamen Bemühungen der Vereine „West-Ost-Gesellschaft in Baden-Württemberg (WOG)“ und „Hilfe für Tschernobyl- geschädigte Kinder“ sowie mit der Unterstützung der Stiftung „Kindermissionswerk“  ist es möglich geworden, im Rahmen des gemeinsamen Projektes „Hilfe für palliative Kinder“ von den Erfahrungen und dem Wissen der deutschen Kollegen im Pflegebereich zu profitieren. Zwei weißrussische Krankenschwestern, die im Palliativbereich tätig sind, hatten innerhalb  zweier Wochen im Hospiz „Sterntaler“ Dudenhofen praktische Fertigkeiten vor Ort  erlangt.
Natalia Alexandrowitsch, die Koordinatorin des Projektes, und der Leiter des städtischen Gesundheitsamtes Alexander Basenko hatten zuvor die Struktur, die Organisation und die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Hospiz „Sterntaler“ sowie die Arbeit der Palliativ-Teams in Düsseldorf, Bonn sowie die von einem kleinen Hospiz in Königsdorf kennengelernt.
Vom 11.03. bis 14.03.2018 fand im Rahmen des o. a. Projektes in Mogilew ein Workshop zum Thema „Pflege für palliative Kinder“ auf der Basis des Mogiljower Kinderheimes statt. Teilnehmer waren die erfahrenen Fachkräfte aus dem Kinderhospiz „Sterntaler“ Frau Schramm und Frau Tinnefeld-Koch und das Personal aus dem Palliativbereich des Kinderheimes.
Ein großes Interesse war auch von der Seite des Personals des Minsker Kinderhospizes festzustellen: eine Ärztin und zwei Krankenschwestern sind ebenfalls zum Seminar gekommen sowie Interessenten einer Minsker Organisation, die mit der Caritas eng zusammenarbeitet. Insgesamt waren über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer anwesend.
Der Workshop mit Schwerpunkt „Erforderliche Qualifikation, Qualität der Arbeit und praktische pflegerische Fertigkeiten" verlief in Form eines offenen Dialogs. Die Fragen der Teilnehmer sowohl im organisatorischen als auch im praktischen Teil ermöglichten es den deutschen Kolleginnen relativ schnell, die Problematik zu erkennen und sachgemäß alle Fragen zu beantworten. Der Dialog war sehr offen und lebhaft. Die Teilnehmer waren interessiert und dankbar für informative, aufschlussreiche, praktische Erklärungen, Empfehlungen und Vorführungen.
Die Notwendigkeit und die Nützlichkeit solcher Workshop hat auch der anschließende runde Tisch bestätigt. Daran hat unter anderem auch H. Basenko teilgenommen. Er betonte: „Der Erfahrungsaustausch mit den deutschen Kollegen, Ihre praktischen Erfahrungen, insbesondere in diesem für uns fast neuen Aspekt der Pflege für palliative Kinder, Ihre Offenheit und der Wunsch, Ihr Wissen unserem Personal beizubringen, ist für uns von dauerhaft hohem Wert“.
"Sehr gerne möchten wir mit der Unterstützung des Vereins unsere angebahnten Kontakte mit den deutschen Fachkräften im Palliativbereich fortsetzen. Wir wären dem Verein und der Stiftung „Kindermissionswerk“ für die Unterstützung unserer Ideen und Aktivitäten im Schulungsbereich des Personals sehr dankbar."