Ukraine-Hilfe
Zur Anerkennung des gesamtgesellschaftlichen Engagements hat das Bundesministerium der Finanzen mit Schreiben vom 17.03.2022 für die Zeit bis 31.12.2022 besondere Regelungen getroffen:
Der Verein darf danach Spenden-Sonderaktionen für die Unterstützung der Menschen in der Ukraine ohne entsprechende Änderung der Satzung durchführen. Als Nachweis für die Spende reicht normalerweise der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung des Kreditinstituts. Der Verein kann aber auch Spendenquittungen ausstellen. Darüber hinaus kann der Verein vorhandene, nicht gebundene Gelder zur unmittelbaren Unterstützung der vom Krieg in der Ukraine Geschädigten einsetzen.

Give Peace a Chance
Für eine friedliche Zukunft der Kinder in der Ukraine, Belarus und Russland! Wir stehen an der Seite der Betroffenen und derjenigen, die sich für Frieden einsetzen.
Möglichkeiten der Ukraine-Hilfe im Rhein-Erft-Kreis und Köln:
Lassen Sie uns gemeinsam die Hoffnung nicht aufgeben!

15. Mai 2022
Liebe deutsche Freunde
Diesen Brief schreibt an Sie eine ukrainische Familie, leider aber nicht direkt von der Ukraine aus, und ganz aufrichtig reden wir Sie mit „Liebe Freunde“ an. Nach all den Zweifeln, der schwierigen Entscheidung, das Land, die Heimatstadt Charkow, unser Zuhause, unsere Verwandten, wenngleich nur für eine Weile, zu verlassen, nach einem enormen Stress über alle Grenzen hinweg, sind wir am 15. März 2022 im vorläufigen Einverständnis Ihrerseits in Ihrer Stadt angekommen, und Sie haben uns, für Sie ganz fremde Menschen, freundlich, herzlich, gastfreundlich, fürsorglich, offen, mit Verständnis für unsere Situation empfangen. Sie haben uns nicht unserem Schicksal überlassen!
Zwei Monate sind seit unserer Ankunft in Köln vergangen. Während dieser ganzen Zeit schenkten Sie uns Ihre ständige Aufmerksamkeit, Ihre unfassbare Fürsorge in großen und kleinen Alltagsproblemen: Sie haben uns mit allem versorgt, was wir brauchten, und sogar noch mehr, Sie haben uns gute Lebens- und Wohnbedingungen gesichert, Sie haben geholfen, in dieser kurzen Zeit alle Rechtsfragen zu lösen, die für uns notwendig und wichtig sind, unter Berücksichtigung, dass wir die Sprache nicht beherrschen. Dies ist für uns eine unschätzbare Hilfe, und wir sprechen Ihnen unsere größte Dankbarkeit dafür aus. Mit so einer selbstlosen Hilfe von so vielen Menschen, die uns von den ersten Tagen unseres Aufenthaltes finanziell und moralisch unterstützten, hatten wir wirklich nicht gerechnet!
Wir waren angenehm berührt von dem Empfang der Schüler, der Lehrerin und der Schulverwaltung sowie einiger Eltern, die unserem Vadim mit ihren interessanten Geschenken und ihrer Aufmerksamkeit so viel Freude bereiteten, von der Schenkung aus tiefstem Herzen wundervoller Klassenfotos. Unser großer Dank gilt den Familien, die sich um Vadim gekümmert und ihm viele Dinge geschenkt haben, die für die Schule notwendig waren. Wir haben an vielen Veranstaltungen für Flüchtlinge aus der Ukraine teilgenommen und waren angenehm überrascht, wie Sie sich hier unser Unglück zu Herzen nehmen und die Flüchtlinge irgendwie von dem Albtraum in der Ukraine abzulenken versuchen. Wir sind Ihnen allen, liebe deutsche Freunde, dankbar für die Möglichkeit, hier ohne Krieg leben zu können.
Wir sind alle drei eine Familie, wir sind alle aus Charkow, wir haben alle den gleichen Nachnamen Eniakova, aber wir drei gehören zu verschiedenen Generationen, daher sind unsere Gefühläußerung in diesen zwei Monaten unterschiedlich, aber absolut gleich ist unsere große Dankbarkeit und tiefe Anerkennung für Ihre Fürsorge und Aufmerksamkeit:
Mein Name ist Natasha,
ich bin 64 Jahre alt, ich bin Vadims Oma. In der Ukraine sind mein Sohn (Vadims Vater), meine Tochter und andere Enkelkinder geblieben. Ich weine hier oft, weil ich denke immer daran, dass sie in der Ukraine weiterhin in Gefahr sind, und hier, dank Ihnen, habe ich für das Leben alles, was ich nicht einmal zu Hause hatte. Sie nahmen sich sogar meine chronischen Gesundheitsprobleme zu Herzen, organisierten Besuche zu den Fachärzten, ich erhielt die notwendigen Medikamente, die für mich lebenswichtig sind. Ich bin sehr berührt von Ihrer Aufmerksamkeit, Ihrem Verständnis für das Schicksal von Menschen aus einem anderen Land mit einer anderen Mentalität, mit anderen Kultur- und Lebenstraditionen, von Ihrer Bereitschaft, anderen Menschen, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden, selbstlos zu helfen!
Mein Name ist auch Natascha,
ich bin 37 Jahre alt, Schwiegertochter und Wadims Mutter. Nach der Hölle, die wir zu Hause nach dem Beginn der Ereignisse in der Ukraine erlebt haben, war es für uns, für mich und meinen Sohn Vadim, ein großes Glück, sich in Sicherheit und unter gutherzigen Menschen zu fühlen. Sie sind bewundernswürdige und tolle Menschen!
Sie sind immer in Kontakt mit uns, die Dolmetscher helfen uns, Sie haben mir mit einer Arbeitsstelle geholfen, mit dem ich zufrieden bin, neue Leute, neue Bekanntschaften, Menschen aus verschiedenen Ländern, zu mir sind alle freundlich, man hilft mir auch während der Arbeit, weil ich Deutsch nicht kann. Aber Sie haben mir schon eine Möglichkeit gegeben, kostenlos Deutschkurs zu besuchen, und das ist sehr gut, denn ohne Sprache ist es schwierig. Und das alles wurde für uns von Ihnen, gutherzigen Menschen, und nun von unseren lieben Freunden organisiert!
Mein Name ist Vadim,
ich bin 9 Jahre alt, lernte in einer ukrainischen Schule und das Schuljahr in der 4. Klasse war noch nicht zu Ende, als meine Mutter und ich Charkow verließen. Es herrscht dort Krieg, wir hatten große Angst. Meine Mutter und ich saßen die ganze Zeit im Keller und schliefen auf den Rohren. In Deutschland wurden wir sehr gut empfangen. Ich dachte nicht einmal, dass ich hier zur Schule gehen könnte, deshalb war ich an meinem ersten Schultag sehr aufgeregt, aber als ich sah, dass man in der Schule auf mich wartete und mich so gut empfing, mir viele Geschenke schenkte, wollte ich gern in diese Schule gehen. Meine Mutter und ich waren zu den Veranstaltungen eingeladen, es war sehr fröhlich und interessant. Wir haben eine sehr gute Lehrerin in unserer Klasse, sie sitzt neben mir und hilft mir, weil ich kein Deutsch kann, ich habe einen russischsprachigen Jungen in unserer Klasse kennengelernt, er heißt Amir, er hilft mir auch. Eine Mitschülerin hat mir einen Roller geschenkt, und eine Mutter hat mir einen Freizeit-Gutschein geschenkt und ich war mit meiner Mutter und meiner Oma im Zoo. In der Schule hatten wir eine Zirkuswoche und da habe ich auch mitgemacht, das hat mir Spaß gemacht und sehr gut gefallen.
Vielen Dank an meine Lehrerin und meine Mitschüler für solche Aufmerksamkeit zu mir und an alle mitfühlenden Menschen sage ich DANKE dafür, dass Sie sich so gut um uns gekümmert haben.
Hochachtungsvoll und mit freundlichen Grüßen
Familie Eniakova

5. Mai 2022
Mit Elena auf Kultur-Tour
Auf dem Weg zu einer erfolgreichen Integration muss allerdings ein Stolperstein überwunden werden, nämlich soziale Isolation. Können Geflüchtete etwa soziale Zugehörigkeit erfahren, wenn sich ihr Alltag nur in der Unterkunft und bei Behörden abspielt?
Aus diesem Grund liegt es mir besonders am Herzen, Ausflüge für Geflüchtete zu organisieren. Dadurch erhalten sie nicht nur Ablenkung von den trüben Nachrichten aus ihrem Heimatland, sondern es entstehen auch neue Berührungspunkte zur deutschen Sprache und dem Alltagsleben. Selbst kleine Unternehmungen zeigen dabei eine große Wirkung.
Oftmals reicht ein spontaner Besuch im Café oder ein Eis für die Kinder, um anhaltende soziale Wärme zu vermitteln.
Ein wahres Highlight war der Besuch im Wallraf-Richartz-Museum. Zehn ukrainische Frauen erlebten die Zeit vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert durch die Kunst.
Mit Kaffee und Snacks konnten wir den Tag bei einem netten Gespräch ausklingen lassen.
Vor allem die Jüngeren blicken gerne auf den Besuch im Lindenthaler Tierpark zurück. Bei strahlendem Wochenend-Wetter begeisterte sich die Gruppe von 50 Menschen für Pfaue, Esel, Ziegen.

Vielen Dank an unsere lieben Spender, die uns finanziell ein großes Picknick ermöglicht haben!

Liebe Grüße, Elena

25. März 2022
Hilfe und Anteilnahme
Von Alla Serjoshkina
Euer Verein heißt “Hilfe für Tschernobyl-geschädigte Kinder“.
Für mich ist das entscheidende Wort in diesem Vereinsnamen „HILFE“.
Vor fast 30 Jahren, direkt nach dem Tschernobyl-Gau, hat der Verein den Bedürftigen eine helfende Hand gereicht. Seitdem hilft der Verein den Menschen in jeder Notsituation.
Heute, in der neu entstandenen Notsituation, reicht der Verein wieder seine helfende Hand den Menschen, die gegen ihren Willen in eine schwierige Situation geraten sind.

Ereignisse in der Ukraine haben die Familien dort in zwei Teile zerrissen: die Frauen mit den Kindern sowie ältere Menschen, die aus Angst um ihr Leben trotz der Strapazen Rettung durch Flucht gesucht haben, und die Männer zwischen 18 und 60, die dort bleiben müssen, um ihre Heimat und ihr Zuhause zu verteidigen.
Dieses Schicksal hat auch meine Verwandten in Charkow stark getroffen. Auf Grund der bestehenden Umstände konnte ich meiner Verwandtschaft dort nicht helfen. Das Schicksal, das die Menschen in der Ukraine trifft, ist nicht in Worte zu fassen, und die Erlebnisse werden für meine Verwandten unvergesslich bleiben. Voller Verzweiflung habe ich mich daher an Andrea mit der Bitte um Hilfe gewandt und ohne Zögern eine Hilfszusage bekommen.
Meine Verwandten, – meine Nichte und ihre Schwiegertochter mit einem 9jährigen Sohn,- haben genauso wie viele andere Flüchtlinge viele Hürden auf dem langen Fluchtweg bis Frankfurt überwunden. Seit ihrer Ankunft dort werden meine Verwandten von vielen gutherzigen Menschen sehr gut und herzlichst betreut und begleitet.
Ich danke von ganzem Herzen der Vereinsvorsitzenden Andrea, die sich die Schicksale der Menschen selbstlos sehr zu Herzen nimmt. Sie hat ein perfektes Netzwerk aus Vereinsmitgliedern und freiwilligen Helfern und Helferinnen sowie hilfsbereiten Familien organisiert, die sich zusammen um meine Verwandten kümmern.
Allen, die hier helfen, sowie allen Mitgliedern des Vereins, danke ich auch im Namen meiner Verwandten von ganzem Herzen.

Mit lieben Grüßen Alla Serjoshkina


24. März 2022
Spendenaufruf für eine Ukrainische Familie
Am 16. März konnten wir eine Familie aus Charkiw/Ukraine am Kölner Hauptbahnhof abholen. Oma, Mutter und 9-jähriger Sohn haben eine einwöchige, beschwerliche Flucht hinter sich, nachdem sie 14 Tage in einem Schutzkeller verbracht haben.
Aktuell ist die Familie in einer Notunterkunft untergebracht, wird aber Anfang April in eine Wohnung in Köln ziehen können. Da die staatlichen finanziellen Hilfen noch nicht angelaufen sind, bitten wir um Spenden zur Sicherung des Lebensunterhalts. Vereinsmitglieder kümmern sich aktuell um die Familie.
Bitte spendet auf unser Vereinskonto mit dem Verwendungszweck "Familie E. aus Charkiw".
Wir danken euch von Herzen!