Willkommen auf unserer Homepage

Wir haben uns zur Aufgabe gemacht,  den Menschen in Belarus, insbesondere Kindern und Jugendlichen zu helfen, die durch den Reaktorunfall in Tschernobyl und die Folgeschäden betroffen sind. Darüber hinaus dienen die Aktionen des Vereins der Vertiefung des Völkerverständnisses. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Der Vorstand und alle Mitglieder des Vereins arbeiten ehrenamtlich ohne Vergütung.

Schauen Sie sich bei uns um und machen Sie mit!    Dazu mehr ... 

Give Peace a Chance
Für eine friedliche Zukunft der Kinder in der Ukraine, Belarus und Russland! Wir stehen an der Seite der Betroffenen und derjenigen, die sich für Frieden einsetzen. Siehe auch: Möglichkeiten der Ukraine-Hilfe im Rhein-Erft-Kreis und Köln
Lassen Sie uns gemeinsam die Hoffnung nicht aufgeben!

3. August 2022
Makar Stoliarov - große Wiedersehensfreude in Münster
Am 3. August ist Makar Stoliarov zusammen mit seiner Mutter wieder aus Mogilew gekommen, um erneut operiert zu werden. Kinderlähmung fesselte den Jungen an den Rollstuhl. Im vertrauten Münster wartete schon die Gastfamilie auf die beiden. Am 08.08. geht es zur Operation ins Uniklinikum Münster. Eine weitere Etappe auf Makar's Weg des selbständigen Laufens.

Immerhin kann er jetzt schon stehen und mit Gehhilfen erste Schritte wagen.

Makar - Du bist unser Held!

Die OP am Montag verlief erfolgreich.

30. Juli 2022
Familienfest Ukraine
Wir danken für ein tolles Fest mit unseren ukrainischen Familien - mit vielen schönen Begegnungen, neuen Freundschaften, Spiel und Spaß und einem absolut tollen Unterstützungsteam.
Ein großes Dankeschön an die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Liblar 1736 e.V. für die kostenlose Nutzung des Vereinsgeländes und die großzügige Spende vom - BEZIRKSVERBAND ERFTSTADT- Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften Köln e.V.!

Ihr seid alle einfach großartig!
Einige Wochen vorher haben wir die Kinder mit ihren Müttern zu einem ersten Freundschaftsfest am Liblarer See eingeladen, um sich besser kennenzulernen. Der Erftstadt-Anzeiger berichtete über diese gelungene Aktion: Verein engagiert sich für ukrainische Flüchtlinge

14. Juli 2022
Es geht noch was in Nadeshda
10 Kinder mit ihren Müttern oder Vätern sind seit dem 9. Juli 2022 im belarusischen Kindererholungszentrum Nadeshda nördlich von Minsk zur Erholung. Bis zum 22. Juli können sie dort zusammen ihre Erfahrungen austauschen, neue Freundschaften finden und einfach einmal die Alltagssorgen vergessen.
Seit Jahresanfang ist unser Verein Mitglied im Verein "Freunde von Nadeshda e. V."
Wir freuen uns für alle und wünschen eine erholsame und glückliche Zeit.

30.Juni 2022
Erweiterung der Kurzzeitpflegestation im Kinderheim Mogilew
2018 eröffneten wir unser Leuchtturm-projekt im Kinderheim Mogilew. Die Kurzzeit- und Entlastungspflege für schwerstkranke und palliative Kinder wird seither sehr gut von den Familien angenommen. Der gute Ruf des erfolgreich funktionierenden Projektes ist jetzt im ganzen Woblast Mogilew bekannt, und die Eltern haben großes Vertrauen in die dortigen Fachkräfte. Die Nachfrage ist mittlerweile so groß, dass die bestehenden Räumlichkeiten nicht mehr ausreichen. Daher wurde im Kinderheim eine angrenzende Räumlichkeit zur Verfügung gestellt, die jedoch in der Ausstattung in keiner Weise mit den bestehenden
Räumlichkeiten der Kurzzeitpflege vergleichbar war. Dank der finanziellen Unterstützung zweier Familien aus unserem Mitgliederkreis und der West-Ost-Gesellschaft Baden-Württemberg e.V. sowie lokaler Sponsoren konnte im vergangenen Jahr die Sanierung und Renovierung der Erweiterungsräumlichkeiten angegangen werden. Die Bauarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen und mit unserem April-Hilfstransport konnten benötigte Ausstattungsgegenstände geliefert werden. Zur feierlichen Eröffnung am 30.05.2022 wurden wir herzlich eingeladen, konnten jedoch aufgrund der aktuellen politischen Situation nicht teilnehmen. Die schönen Fotos und glücklichen Gesichter der Kinder lassen uns unseren Freunden trotzdem nahe sein.
Wir gratulieren zur Einweihung!

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Jahr-Ausgabe 2022-01 2021-02 2021 2020-02 2019-04

10. März und 3. April 2022
Das Dukor-Anwesen und das "Haus auf dem Kopf"
Von Dascha Klimova
Zu Beginn des XIX. Jahrhunderts erlangte der Hof in Dukor den Status eines Zentrums der ursprünglichen litwinischen (belarussischen) Adelskultur.

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Das Haus auf dem Kopf, eine Attraktion auf dem Dukor-Anwesen.

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23. Februar 2022
Erholung im Zeltlager Rodnik 2022
Rodnik ist ein Zeltlager für Jugendliche in einem Kiefernwald am Wileika-See 80 km nördlich von Minsk. Das Zeltlager gehört zum Kindererholungszentrum Nadeshda, das von einer internationalen Gruppe von caritativen Organisationen betrieben wird.
Der Ferienaufent-halt im Zeltlager Rodnik war in den letzten Jahren sehr beliebt bei Jugendlichen.
Wenn Sie in diesem Jahr eine Ferienpatenschaft übernehmen möchten, melden Sie sich bitte bei uns.
Helfen Sie bitte mit einer Spende unter dem Verwendungszweck "Rodnik"!

22. Februar 2022
Durch Sport und Bewegung die Gesundheit stärken
Mit diesem Vorsatz spendete die Schülerschaft des Maria-Sibylla-Gymnasiums Krefeld für die Sportausrüstung zugunsten der Kinder mit chronischen Erkrankungen aus Mogilew.

Schule Nr. 26 in Mogilew/Belarus
Durch Aufrunden der Spende Dank der Marianne und Emil Lux-Stiftung konnte umfangreiches Equipment angeschafft werden. Jetzt geht es ans Trainieren in der Schule Nr. 26.
Wieder mal ein tolles Projekt unter dem Motto „Von Schule zu Schule“.
Wir wünschen genügend Ausdauer und ordentliches Schwitzen!

19. Januar 2022
Große Überraschung im Deutschunterricht
Kinder aus der 1. und 2. Klasse der Schule 26 in Mogilew trauten ihren Augen nicht, als ihnen Schulranzen aus Deutschland überreicht wurden. Möglich gemacht haben diese Aktion die Abels Apotheken aus Erftstadt, die im Rahmen einer Sammelaktion gut erhaltene Ranzen unserem Verein für Projekte in Belarus zur Verfügung stellten.

Wir danken den Kindern, die ihre liebgewonnenen Ranzen spendeten, den Apotheken für die tolle Sammelaktion und wünschen der Schülerschaft der Schule 26 viel Freude mit den bunten Schulbegleitern.

18. Januar 2022
BELRAD und seine langjährige wichtige Arbeit in den verstrahlten Regionen
Hierzu berichtete Dr. Alexey Nesterenko beim 4. Online-Netzwerktreffen deutscher Tschernobyl-Initiativen.
Schon seit den 1990er Jahren reist das Team von Belrad in radioaktiv belastete Regionen und führt dort Messungen zur Strahlenexposition bei Kindern durch.
Je nach Messergebnis wird eine Pektin-Kur empfohlen, die zur Reduzierung der Radionuklide im Körper führt. Gleichzeitig werden Informationen zur Bewirtschaftung der Nutzgärten und der Verarbeitung von Obst und Gemüse gegeben, damit die angebauten Lebensmittel möglichst wenig belastet sind.
Tschernobyl und Auswirkungen dürfen nicht in Vergessenheit geraten oder verharmlost werden. Hierzu wollen wir gemeinsam aufklären und helfen. Großen Dank an Dr. Nesterenko für den sehr interessanten Vortrag.
Auch heute noch geht eine Gefahr von radioaktiv kontaminierten Nahrungsmitteln aus. Gemeinsam mit dem Strahleninstitut BELRAD und MosaikaAktiv arbeiten wir in Mogilew daran, das Bewusstsein in Bezug auf kontaminierte Lebensmittel zu schärfen.
20 Kinder und 10 Erwachsene nahmen am 3. Juni 2021 am Vortrag von Dr. Alexej Nesterenko und seinem Team von BELRAD in der St. Antoni Gemeinde teil. 
Die Eltern hatten viele Fragen: Wie hoch ist die Strahlendisposition durch Verzehr von Waldbeeren, Pilzen, Wildfleisch bei meinem Kind?
Hierfür hatte BELRAD seine Mess-Stühle mitgebracht und jeder konnte sich einem Screening unterziehen.
Obwohl es sich bei der Gruppe um "Stadtmenschen" handelte, waren bei 12 von 20 Kindern die Werte mit Cäsium-137 erhöht.
Vitapekt-Kuren zur Strahlenreduzierung wurden empfohlen sowie viele nützliche Tipps gegeben, wie der Nutzgarten bewirtschaftet und die geernteten Nahrungsmittel verarbeitet werden müssen, damit die Belastung auf einem möglichst geringen Niveau bleibt.
Vorbeugung, Aufklärung, Screening und Pektin-Kuren sind wichtige Maßnahmen bei der Bewältigung der Folgen von Tschernobyl. Dazu mehr ...

14.Januar 2022
Hilfe für bedürftige Rentner*innen
Mit gutem Gefühl berichte ich euch über unsere jüngste Hilfsaktion für kinderreiche Familien (siehe 22.12.2021). Diese Aktion mußten wir wegen der Pandemie in mehrere Etappen aufteilen. Zuerst luden wir die Familien ein, die wir seit vielen Jahren betreuen. Jede Familie hat zwischen fünf bis elf Kinder. Danach kamen freischaffende Mitarbeiter unserer Organisation an die Reihe. Sie begannen einst bei uns ihre Arbeit als Studenten der Hochschulen und Universitäten haben jetzt ihre eigenen Familien, sind selbst Väter oder Mütter. Und obwohl sie alle berufstätig sind, sind sie immer bereit, uns zu helfen, wenn Hilfe nötig ist. Die Aktion verlief wie immer in freundlicher Atmosphäre. Wir kennen doch einander seit vielen Jahren, deshalb fühlen sich die Leute frei und ungezwungen. Auf den Photos könnt ihr fröhliche und zufriedene Gesichter sehen.
Alle sind für die erwiesene Hilfe sehr dankbar. Mit herzlichen Grüßen, Tatjana

9. Januar 2022
Птушкі ля кармушкі - Ptuschki lja Karmushki
Vögel am Futterhäuschen
Von Dascha Klimova
Zum Wettbewerb des Stadtparks Mogiljow in Podnikolje wurden mehr als 300 Futterhäuschen eingereicht.

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 Projekte und Aktionen in 2021

24. Dezember 2021
Frohe Weihnachten wünschen uns unsere belarussischen Partnerfamilien in Mogilew
 
Music https://www.bensound.com/

22. Dezember 2021
Hilfe für bedürftige Rentner*innen
Liebe Andrea! An diesem schönen Adventstag möchte ich dich wieder herzlich grüßen und berichten, dass wir am Sonntag eine Hilfsaktion im Rahmen des Projekts "Hilfe für bedürftige Rentner" gemacht haben.
Es wurden 15 Rentner und Rentnerinnen eingeladen, aber aus verschiedenen Gründen konnten nicht alle kommen. Zehn Gäste waren da. Dabei wußten sie nicht, was sie erwartet. Es mußte eine Überraschung sein. Wir wollten auch eine freundliche, persönliche Atmosphäre schaffen. Und es hat funktioniert. Alle Hygieneartikeln haben wir als schöne Weihnachtspakete verpackt und eine Weihnachtskarte mit guten, aufmunternden Worten mit hineingelegt.
Von den Kleidungsstücken durfte jeder wählen, was er wollte und brauchte. Alle Beteiligten waren sehr beeindruckt und gerührt. Wir haben viele Worte der Dankbarkeit gehört, die an Euch adressiert waren. Alle Beteiligten und ich persönlich wünschen Dir und allen Mitgliedern der Initiative frohe Weihnachten, Gesundheit und Wohlergehen im kommenden Jahr. Tatjana Tschikonowa

21. Dezember 2021
Erfolgreicher Physiotherapie-Workshop zum Jahresabschluss
Gemeinsam mit MosaikaAktiv konnten wir zur Beratung und Schulung der Eltern von Kindern mit besonderen Bedürfnissen einen hochqualifizierten Experten aus Russland für einen fünftägigen Workshop gewinnen.
Music https://www.bensound.com/
Aus dem Zentrum ANO "NIKA" (autonome gemeinnützige Organisation für die Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen "Novationny" Institut für Komplexe Abilitation") besuchte uns die Fachkraft Peter Viktorovich Ignatovsky.
Die katholische Kirchengemeinde St. Antonij in Mogilew stellte für den Workshop ihre Räumlichkeiten zur Verfügung.
Eltern und Kinder wurden umfassend beraten, individuelle Trainingsprogramme zusammengestellt, wobei die Eltern angelernt wurden und die Übungen zu Hause mit ihren Kindern weiterführen. Alle Familien konnten jeweils mehrere Termine wahrnehmen und so ihre individuellen Fragen mit dem Spezialisten besprechen.
Das Feedback der Familien ist durchgehend absolut positiv. Sie sind dankbar für die kostenlose Möglichkeit, einen solch qualifizierten Spezialisten aufsuchen zu können, der den Kindern mit seiner zugewandten Art einen Weg für eine Verbesserung der Mobilität und Beschwerdelinderung aufzeigt.
Besonders interessiert zeigten sich auch die Fachkräfte aus dem Kinderheim Mogilew, die dort Kinder mit organischen Beeinträchtigungen des Zentralnervensystems und mit psychischen Erkrankungen betreuen. Vor Ort im Kinderheim wurden stationäre kleine Patient*innen behandelt sowie Empfehlungen für die Nutzung der durch unseren Verein gelieferten Mobilitätshilfen gegeben.
Die Mitarbeitenden des Kinderheims führten einen regen fachlichen Austausch mit Herrn Ignotovsky und sind dankbar für den Wissenstranfer und die Übungsanleitungen.

20. Dezember 2021
Ein frohes Weihnachtsfest


Frohe Weihnachten 2021 wünschen uns unsere Partnerinnen und Partner aus Mogilew.

19. Dezember 2021
Gute Nachrichten zum Weihnachtsfest
Karnelia reiste im Dezember zu Prof. Munier in die Schweiz zur Kontrolluntersuchung.
Schon seit mehreren Jahren unterstützen wir die medizinischen Behandlungen von Karnelia, deren Augen von einem aggressiven Krebs betroffen waren. Karnelia drohte das Augenlicht zu verlieren.
Umso erfreuter sind wir über die jüngsten Nachrichten: Die tapfere junge Patientin verfügt auf beiden Augen über nahezu 100 % Sehfähigkeit.
Ein wirkliches Weihnachtswunder!

Wir danken Prof. Munier für die exzellente medizinische Behandlung, die zu diesem tollen Erfolg geführt hat.

10. Dezember 2021
Vielen Dank für den September-Hilfstransport
Von Tatjana Tschikunova
Liebe Andrea, ich grüße Dich herzlich.
Ich weiss nicht, wie ich die richtigen Worte finden kann, um die Freude auf den Gesichtern der Menschen, die Eure Hilfspakete abholen und ihre Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen.
Eure Hilfe ist wirklich unschätzbar.
Viele Leute werden entlassen, die Arbeitslosigkeit wächst und die Zahl deren, die Eure Hilfe brauchen, wird leider nicht kleiner.
Katja (oben) und Nastja (rechts) haben mit dem Transport Spezial-Lebensmittel erhalten, die sie aufgrund ihrer Erkrankung benötigen.

Heute waren alle Pakete aus dem September Transport verteilt.
Anfang der nächsten Woche holt der Mosaika-Verein seine Pakete ab. Und wir werden weiter auf die Papiere für den November-Transport warten.
In meinem Namen und im Namen aller Familien, die Eure Hilfe bekommen haben, möchte ich mich bei Dir und bei allen Vereinsmitgliedern aufs Herzlichste für Eure großartige Arbeit bedanken. Ich wünsche Euch nochmals eine gesegnete Weihnacht und ein gesundes, erfolgreiches, friedliches und glückliches neues Jahr 2022!

Immer mit Liebe und Bewunderung.
Tatjana

5. November 2021
Erfolgreiche Hilfe im Netzwerk
Makar ist 12 Jahre alt und wohnt in Mogilew. Er ist ein fröhlicher Junge, auch wenn ihm und seiner alleinerziehenden Mutter seine Einschränkungen durch die angeborene Zerebralparese Sorgen bereiten. Makar kann nicht selbständig laufen, kann nur wenige Schritte mit Unterstützung gehen. Seine Mutter Natalia setzt sich sehr stark für eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation ein und konnte über eine Stiftung und private Spendenaufrufe die Kosten für die angeratene Operation im Universitätsklinikum Münster sichern. Mitte August sollte die Operation der Beine stattfinden und Natalia wendete sich an unseren Verein mit der Bitte um Hilfe bei der Suche nach einer Unterkunft und Hilfestellungen vor Ort.
In Kooperation mit der Informationsstelle Tschernobyl e.V. Münster und vielen Engagierten vor Ort konnte bei einer gastfreundlichen Familie eine kostenfreie Wohnung für sieben Wochen Aufenthalt gefunden werden, Fahrdienste gesichert werden, Besuchsdienste geleistet und ein Gefühl von Heimat auf Zeit geschaffen werden. Die Zeit nach der OP forderte sehr viel Durchhaltevermögen von der Familie ab, denn Makars Beine waren zunächst geschient und im Verlauf der Rekonvaleszenz musste seine Mutter mit ihm täglich schmerzhafte Mobilisationsübungen durchführen. Aber die Anstrengungen haben sich gelohnt: Der behandelnde Operateur ist vollends zufrieden mit dem Ergebnis und lobte beide für die eiserne Disziplin.
Anfang November ging es dann wieder Richtung Heimat Belarus. Mutter Natalia plant die erforderlichen professionellen Reha-Behandlungen in Russland durchführen zu lassen. Für 2022 ist eine weitere Operation in Münster angedacht. Wir hoffen, dass wir dann gemeinsam mit unserem Netzwerk der Tschernobyl-Initiativen und Engagierten wieder erfolgreich unterstützen können. Gemeinsam können wir viel erreichen – die Hilfe für Makar ist ein gelungenes Beispiel für unser Motto „Gemeinsame Ziele einen uns“.
Für Makar suchen wir aktuell eine Patenschaft. Seine Mutter Natalia ist alleinerziehend und kümmert sich um ihn und seinen 14-jährigen Bruder. Die Familie freut sich über neue Freundschaften aus Deutschland und ist dankbar für eine Unterstützung mittels der Hilfstransporte. Gerne darf auch für die anstehende OP in 2022 auf unser Vereinskonto gespendet werden unter dem Verwendungszweck "Operation Makar"

14. Oktober 2021
Polina aus Mogilew lernt an Kölner VHS online die deutsche Sprache
Die digitale Welt macht es möglich: internationales und interkulturelles Lernen von zu Hause aus.
Polina ist begeistert!
Dreimal wöchentlich trifft sich die multikulturelle Gruppe von Studierenden im virtuellen Raum mit der Kölner Dozentin. Hier ist nicht nur das Erlernen der neuen Sprache ein großer Gewinn, sondern auch der Austausch mit den anderen Teilnehmenden unterschiedlicher Nationalitäten.
Polina möchte nächstes Jahr an einer Uni Deutsch studieren und der Intensiv-Kurs bei der VHS ist die perfekte Vorbereitung hierauf.
Polina, wir wünschen Dir weiterhin viel Freude und Erfolg!

Doch lassen wir Polina selbst zu Wort kommen:
Ich bin sehr glücklich, in einem Deutschkurs zu studieren, weil er mir sehr hilft, mein Ziel zu erreichen: an der Universität für die Fakultät für Deutsch zu studieren. Die Lehrerin Daniela Moretti-Stein ist freundlich, hilfsbereit und hilft uns auch während der außerschulischen Zeit.
Ich bin der Gesellschaft "Hilfe für Tschernobyl-geschädigte Kinder" und Andrea Hein sehr dankbar für die Möglichkeit, Deutsch zu lernen und all die Hilfe für mich und meine Familie.
Polina Adysewa

21. Juli 2021
We miss you - Wir vermissen Euch!
 
Wir vermissen die gemeinsame Zeit. Jedes Jahr im Sommer freuen sich belarusische Kinder und deutsche Gastfamilien auf eine gemeinsame Ferienzeit im Rhein-Erft-Kreis, Köln und Umland. Denn dann findet traditionell unsere Gastkinder-Erholungsaktion statt. Leider sind wir seit 2020 ausgebremst.
Die freundschaftlichen Bande bestehen weiter, aber die persönliche Begegnung fehlt allen sehr. Viele Gastkinder fühlen sich bei den Gastfamilien wie in der zweiten Heimat und lernen die rheinische Kultur kennen. Das ist gelebter kultureller Austausch und Völkerverständigung.
Hoffentlich sehen wir uns bald wieder - wir vermissen die Zeit mit euch!

25. Juni 2021
Bundesverdienstkreuz für Andrea Hein
Am 25. Juni 2021 verlieh die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch Bernhard Ripp, stellvertretender Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Andrea Hein das Bundesverdienstkreuz für Ihr Engagement für die Kinder in Mogilew/Belarus. Seit 2013 ist sie als 1. Vorsitzende unseres Vereins ehrenamtlich tätig und hat in dieser Zeit viele Projekte erfolgreich ins Leben gerufen, mit denen den Menschen in Belarus geholfen wird und mit denen die Freundschaft zwischen beiden Völkern gefördert wird.
Berhard Ripp, stellvertretender Landrat des Rhein-Erft-Kreises, überreicht Andrea Hein das Bundesverdienst Kreuz v.l.: Berhard Ripp, Andrea Hein, Alla Serjoshkina aus Mogilew/Belarus (Initiatorin der Auszeichnung) , die Bürgermeisterin von Frechen Susanne Stupp und Thomas Okos, Vorsitzender der CDU-Kreistagfraktion

22. April 2021
35 Jahre leben mit Tschernobyl
Am 26. April jährt sich die Atom-Katastrophe von Tschernobyl. Über die gesundheitlichen, psychischen und wirtschaftlichen Auswirkungen für Belarus diskutieren die Experten bis heute. Unstrittig ist, dass 70 % des atomaren Fallouts über Belarus niederging und ¼ der Landesfläche radioaktiv verseuchte.

Die Radionuklide Cäsium-137 und Strontium-90 haben erst die 1. Halbwertzeit erreicht, sind jedoch insgesamt 300 Jahre im biologischen Kreislauf vorhanden.

Auch die Region Mogiljow, in der unser Verein seit 1993 Hilfe leistet, ist bis heute stark betroffen. Hier leiden vor allem die Kinder unter den gesundheitlichen Folgen.

Ein großes Problem stellt der Verzehr von heimischen Lebensmitteln dar - vor allem Beeren und Pilze aus dem Wald. Viele Familien sind aufgrund ihres geringen Einkommens auf den Anbau von Obst und Gemüse im eigenen Garten und das Sammeln von Waldfrüchten angewiesen. Hinzu kommt, dass in der traditionellen einheimischen Küche genau diese Lebensmittel verstärkt verwendet werden.

Das unabhängige nichtstaatliche Institut für Strahlensicherheit BELRAD widmet sich seit 1990 der Aufklärung der belarusischen Bevölkerung über die Gefahren der Radioaktivität. Strahlenmonitoring der Akkumulation von Cäsium-137 bei Kindern mittels eines Mess-Stuhls und Messungen von Lebensmitteln in lokalen Strahlenkontrollzentren werden regelmäßig durchgeführt. Zudem finden Schulungen zum Umgang mit belasteten Lebensmitteln sowie zu Vorsichtsmaßnahmen beim Eigenanbau von Obst und Gemüse statt.

Institutsleiter Dr. Nesterenko mahnt eindringlich, dass 35 Jahre nach Tschernobyl nicht von Entwarnung in den kontaminierten Gebieten gesprochen werden kann. Aufklärung, vorsichtiger Umgang mit heimischen Lebensmitteln, Erholungsaufenthalte für Kinder in nicht kontaminierten Gebieten sind nach wie vor enorm wichtig.
Publikation des Instituts für Strahlenschutz "Belrad", Juli 2020:
34 Jahre nach Tschernobyl. Strahlung, bist du noch da? (in Englisch)
Interview mit Alexej Nesterenko vom 23.04.2020 im MDR:
Das Strahleninstitut "Belrad": Kein Geld mehr vom Staat
Daher unser gemeinsamer Appell: Gegen das Vergessen von Tschernobyl - bitte helfen Sie uns dabei!

15. April 2021
Ernährung bei schwerstkranken und sondierten Kindern
Ernährungsexpertin Frizzi Schneider, mit langjähriger Erfahrung an der Uni-Klinik Köln, ging in den fachlichen Austausch mit den medizinischen Mitarbeiterinnen des Kinderheims Mogilew.
In diesem Spezial-Kinderheim gibt es eine Abteilung für schwerkranke und palliative Kinder. Gleichzeitig berät die dortige Anlaufstelle Familien mit häuslich gepflegten Kindern.
Ein wichtiges Thema ist die Zusammensetzung der Nahrung. Sind genügend Nährstoffe enthalten? Ist der Kaloriengehalt ausreichend? Hat das Kind ein altersgerechtes Gewicht? Wie wichtig ist Bewegung für Kinder mit wenig oder kaum vorhandener Muskelkraft?
Komplexe Fragestellungen, die anhand von Fallbeispielen besprochen wurden.
Ein lebenswichtiges Thema für die besonderen Kinder. Eine herausfordernde Aufgabe für Eltern und Fachkräfte.
Wir bleiben weiter im kollegialen Austausch!
Dank an Frizzi für ihre Empfehlungen sowie an alle Beteiligten für die professionelle Diskussion. Großes Dankeschön auch an Maria von MosaikaAktiv, die durch perfekte Sprachmittlung zwischen Deutschland und Belarus die Konferenz dolmetschte.

 Projekte und Aktionen in 2020 und davor

16. November 2020
IT-Workshop für Kinder mit Handicap
Unsere zwei IT-Camps im August und November kamen gut bei den teilnehmenden Kindern an. Das ermutigt uns, auch für Kinder mit Handicap etwas Ähnliches zu versuchen.
Vom 16.11.2020 bis zum 16.02.2021 wird ein Workshop in Mogilew ausgerichtet, an dem sechs Kinder mit körperlichen Behinderungen teilnehmen werden. Darunter ist auch Polina (Foto links), die vor zwei Jahren in Deutschland zu einer Wirbelsäulenbegradigung war. In diesem Pilot-Projekt wird die Gruppe zweimal wöchentich je 80 Minuten von einer belarussischen IT-Firma zuhause online  geschult. In Zeiten von Corona müssen wir neue Wege, wie diesen, ausprobieren. Wir sind sehr auf die Reaktionen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen gespannt. 
Hallo! Ich heisse Polina und bin 16 Jahre alt. Hier sind meine Eindrücke von der Onlineschulung im IT-Landia: Unsere Lehrerin, Marina, gefällt mir sehr gut. Sie erklärt alles ganz genau in einer interessanten, verständlichen Form. Das Lehrprogramm ist umfangreich und gut aufgebaut.
Für mich war immer sehr interessant zu wissen, wie Computerspiele gemacht werden. Dank dieser Schulung lernt unsere Gruppe Scratchgrundlagen. So können wir selbständig einfache Mini-Computerspiele kreieren.
Weiter werden wir Grafik, 3D-Modellieren, Robotik lernen.
Die Onlineform gefällt mir sehr gut. Das ist heutzutage sehr aktuell.
Ich danke allen Sponsoren und Organisatoren des Projektes! Liebe Grüße, Polina

Dringend gesucht wird Sondennahrung

Für die Ernährung häuslich palliativ betreuter Kinder

Viele Kinder, die in der häuslichen Palliativpflege betreut werden, sind auf künstliche Ernährung angewiesen. Für diese Kinder suchen wir Spezialnahrung, die per Nasensonde verabreicht werden kann. Die Sondennahrung, wie die hier beispielhaft gezeigte, kann mit den regelmäßtigen Hilfstransporten nach Mogilew gebracht werden.