Tschernobyl-Hilfe
Seit 1993 unterstützen wir in der durch die Tschernobyl-Katastrophe stark betroffenen Region Mogiljow (Belarus) Familien mit kranken und behinderten Kindern.
Zwei Mitglieder unseres Vereins engagieren sich im Rhein-Erft-Kreis als Koordinatorinnen unserer Ukraine-Initiativen. Elena Paul und Inna Maassen sind beide vor mehr als 20 Jahren aus Osteuropa nach Deutschland migriert und reagieren mit viel Verständnis und kultursensibel auf die Bedürfnisse der nach Deutschland geflüchteten Menschen. Als Sprachmittlerinnen begleiten sie Integrationsprozesse und stehen mit Rat und Tat zur Seite.
Als Hilfe zur Selbsthilfe verstärken mittlerweile viele Ehrenamtliche, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, das Team und unterstützen sich sowohl gegenseitig als auch Neuzugewanderte und organisieren mit viel Tatkraft die Hilfstransporte in ihre Heimat.
Unsere Projekte
Maßnahmen vor Ort
Erholungsaufenthalte
Jährlich ermöglichen wir Kindern mit Behinderungen einen Erholungsaufenthalt im Kindererholungszentrum Nadeshda (deutsch: Hoffnung).
Inmitten von Natur und angrenzend an den Wilejka-See bietet das Zentrum für Kinder mit besonderen Bedürfnissen hervorragende Bedingungen. Das Erholungs- und Bildungskonzept sowie die Angebote der medizinischen Rehabilitierung werden ständig weiterentwickelt und an die Bedürfnisse der Gäste angepasst.
Behindertengerechte Freizeit- und Sportangebote und größtmögliche Barrierefreiheit schaffen echte Teilhabe und Entlastung für die Familien.
Kinderheim
Seit 1993 unterstützen wir das Spezialkinderheim Mogiljow für Kinder mit besonderen Bedürfnissen.
Mittels Sachspenden, fachlichem Austausch und Beratung konnte bei der Einrichtung einer Kinderhospizstation sowie ambulanter Palliativ-Anlaufstelle geholfen werden.
Unser Leuchtturmprojekt ist die in 2018 eröffnete Kurzzeit- und Entlastungspflegestation, die 2022 nochmals erweitert wurde.
Im Rahmen von Fachkräfteaustauschen und Workshops konnten neue Behandlungsmöglichkeiten und Therapien implementiert werden.
Seit 2020 finden findet der fachliche Austausch im Online-Format statt.
MosaikaAktiv
Gemeinsam mit unserem Partnerverein MosaikaAktiv setzen wir uns für das Thema Inklusion in Belarus ein.
In MosaikaAktiv engagieren sich überwiegend Familien mit chronisch kranken und behinderten Kindern im Rahmen der Selbstvertretung für ihre Belange und Bedürfnisse.
2023 konnte Dank finanzieller Unterstützung durch die <Deutsche Botschaft Minsk> die sogenannte MOBILITHEKA an den Start gehen: Fördermaterialien, sensorisches Spielmaterial, Mobilitätshilfen, Trainingsgeräte u.v.m. stehen den Familien im Rahmen eines Ausleih- und Rotations-verfahrens für die häusliche Anwendung zur Verfügung.



Strahleninstitut BELRAD
Das nichtstaatliche belarusische Institut Belrad prüft und dokumentiert seit den 1990er Jahren die radioaktive Kontaminierung im Land.
Institutsleiter Alexey Nesterenko fährt regelmäßig in die strahlenbelasteten Regionen.
Ab Sommer 2024 finanzieren wir ein durch Belrad begleitetes ökologisches Projekt an einer Schule im Oblast Gomel. In mobilen Labors des Instituts können Lebensmittel untersucht werden bei gleichzeitiger Beratung zum Anbau von Obst und Gemüse und Bewirtschaftung des Schul-gartens und der eigenen Nutzgärten.
Bei allen Kindern und Jugendlichen der Schule wird die Strahlenexposition im Körper gemessen und je nach Messergebnis eine Vitapekt-Kur zur Reduzierung der Cäsium-137 Belastung finanziert.
Gastkindererholungen
in Deutschland
Bis 2019 luden wir jährlich Kinder aus der stark radioaktiv belasteten Region Mogiljow nach Deutschland zur Erholung ein.
Die Kinder verbrachten einen dreiwöchigen Urlaub bei Gastfamilien aus dem Rhein-Erft-Kreis und Umgebung.
Gemeinsame Ausflüge mit der gesamten Gruppe ließen mögliches Heimweh schnell verfliegen.
Der Aufenthalt in unbelasteter Umgebung und bei gesunder Kost stärkte nachhaltig das Immunsystem der Kinder. Gleichzeitig trug die Maßnahme entscheidend zur Völker-verständigung bei, aus der oftmals langjährig gelebte Freundschaften hervorgegangen sind.
Seit 2020 ruht dieses Projekt aufgrund der aktuellen politischen Situation bis auf Weiteres.
Spaßibo-Shop
Shoppen für ein Dankeschön:
diese Form der Kleiderbörse findet großen Anklang bei den Familien in Mogiljow.
Gespendete gut erhaltene Bekleidung, kleine Haushalts-artikel sowie Spielzeug schicken wir im Rahmen von Hilfslieferungen an unsere Partnerorganisation im Land.
Für die Familien mit geringem Einkommen und die Familien mit behinderten Kindern ist dies nicht nur eine Möglichkeit kostenlos "einzukaufen", sondern bietet auch die Gelegenheit zum Austausch bei selbstgebackenem Kuchen und netten Gesprächen.
Dies stärkt enorm das Gemeinschaftsgefühl und fördert das eigene Engagement. Denn alle Teilnehmenden tragen etwas zur Veranstaltung bei und helfen beim Auf- und Abbau.



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